17.03.2008

Warten auf ein Enkelkind

Ich bin immer noch dabei meine neue Umgebung zu erkunden.
Dazu gehören in erster Linie natürlich auch die Einkaufsmöglichkeiten.

Zwei Supermärkte kannte ich bereits, denn die Versorgung der fleißigen Helfer vor dem Umzug hatte oberste Priorität.
Beide gefielen mir auf Anhieb, man könnte sagen, ich habe sie bereits zu Favoriten erklärt.

Nun wollte ich dem Dritten, wo es all die schönen Sachen git, auch eine Chance geben.

So machte ich mich an einem verregneten und sehr stürmischen Tag (Sturmwarnung wurde vom DWD bereits herausgegeben) auf den Weg.
Ich wollte nur mal schnell schauen und ein paar ganz gewöhnliche Dinge kaufen, ach ja und das Leergut schnell noch loswerden.

Wie bereits erwähnt ticken die Uhren auf dem Lande anders.

Der Leergutannahmeautomat steht in diesem Supermarkt gleich wenn man reinkommt rechts, zwischen Regal 1 und 2 und es war nur eine Mutti mit ihrem kleinen, vielleicht drei bis vier Jahre jungem Sohn davor und schob die leeren Flaschen rein.

Hätte sie es doch nur getan!!!

Bei genauerem Hinschauen erkannte ich, dass sie bereits ca. 50 Flaschen eingeschoben hatte und es waren mindestens noch genau so viele in ihrem Wagen.

Als liebevolle Mutter teilte sie sich diese Arbeit natürlich mit ihrem sehr aufgeweckten Jungen.

Dieser kleine süße Fratz war ganz aufgeregt, ob der interessanten und wichtigen Aufgabe, die ihm seine liebevolle Mutti aufgetragen hatte.

Natürlich kann man nich einfach die leeren Flaschen in diese geräuschvolle Öffnung tun ohne zu wissen was da eigentlich passiert.

Warum drehen sich die Flaschen und warum kommt die Flasche wieder raus und warum blitzt es aufeinmal da drinennen?

Die liebevolle Mutti erklärte ihrem wissbegierigen Jungen ganz ausführlich jede Frage und zwischendurch wurde hin und wieder eine leere Flasche in den Automaten geschoben, die auch manchmal von Selbigem verschluckt wurde, auch wenn es erst beim zweiten oder dritten Versuch geschah.

Wer bereits Kinder großgezogen hat weiß, dass sie gerade in diesem Alter fragen, fragen, fragen..., nicht weil sie es unbedingt wissen wollen, nein, das ist so in diesem Alter, da ist es auch egal, was man Antwortet, Hauptsache man gibt eine Antwort.

Diese liebevolle Mutti gab die Antworten sehr präzise und ausführlich.
Man konnte annehmen, dass sie diesen Automaten erfunden und entwickelt hat.

Die Menschen in der inzwischen sehr angewachsene Schlange hinter dieser liebevollen Mutti, ihrem wissbegierigen Jungen und mir konnten eine Menge lernen, ob sie wollten oder nicht.

Ich weiß nicht warum, aber dieser Supermarkt gehörte schon vor dem Test nicht zu meinen Favoriten.

Ich freue mich schon auf ein Enkelkind....

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